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MV und Brandenburg für Europas größtes Wassersportrevier beschlossen

11 Mrz , 2009  

Berlin. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wollen Europas größtes zusammenhängendes Wassersportrevier, das so genannte Blaue Paradies, im In- und Ausland künftig gemeinsam noch besser touristisch vermarkten. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin unterzeichneten die beiden Geschäftsführer der touristischen Landesmarketingorganisationen Dieter Hütte (Brandenburg) und Bernd Fischer (Mecklenburg Vorpommern) im Beisein der Wirtschaftsminister beider Länder, am 11. März 2009 eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

„Urlauber interessieren sich für die Natur, die Seen und die Landschaft, nicht für die Landesgrenzen. Sie sind auf den natürlichen Wasserwegen in der Mecklenburgischen Seenplatte unterwegs, die beide Bundesländer verbindet. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entwickeln die großen touristischen Potenziale in der Region gemeinsam. Den Nutzen haben beide, vor allem aber die Gäste“, erklärte Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern.

„Für ein erfolgreiches Themenmarketing brauchen wir Kooperationen – so manches touristische Produkt funktioniert nur in der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Da ist die nun beschlossene noch engere Zusammenarbeit von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf dem Gebiet des Wassertourismus folgerichtig. Sie wird auch dazu beitragen, dass beiden Ländern auf den internationalen Märkten eine höhere Aufmerksamkeit zuteil wird „, betonte der brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns.

Inhaltlich besagt die Übereinkunft zwischen dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH eine engere Zusammenarbeit auf den Gebieten der Marktforschung, Produktentwicklung, Werbung sowie bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Dies gilt vor allem für die Themen Wassertourismus und Radurlaub. Weiterhin geplant sind abgestimmte Aktionen auf Auslandsmärkten, insbesondere in den Niederlanden. Grundlage der gemeinsamen Maßnahmen ist ein jährlicher Arbeitsplan, der im September 2009 zum ersten Mal verabschiedet werden soll. Der Kooperationsvertrag selbst hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren.

Hintergrund der Bemühungen um ein verknüpftes Marketing ist die länderübergreifende touristische Infrastruktur mit den sich gegenseitig ergänzenden Angebotspaletten. Schon jetzt nutzen viele Gäste grenzüberschreitende Angebote wie Hausboot- oder Kanutouren. Auch mehrere Radwege überqueren die administrativen Grenzen der beiden Bundesländer. Die miteinander verbundenen Wasserwege im Blauen Paradies können beispielsweise von der Landeshauptstadt Potsdam bis zur Landeshauptstadt Schwerin befahren werden.

Die Kooperationsvereinbarung baut auf der vor fünf Jahren etablierten Zusammenarbeit beider Urlaubsländer auf. Das gemeinsame Wassersportrevier bewerben Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bereits in der zweiten Auflage der Broschüre „Blaues Paradies“ sowie im Internet und auf Messen. Die dritte Auflage des Wassersportkataloges wird derzeit vorbereitet und Ende dieses Jahres erscheinen. Auch bei der Vermarktung des Fernradweges Berlin – Kopenhagen agieren beide Länder Seite an Seite.


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