Ostseebäder

Fährverbindung Sassnitz-Trelleborg wird Meeresautobahn

19 Apr , 2009  

Sassnitz. Im Rahmen des EU-Projektes „Motorways of the Sea“ wurde der sassnitzAntrag eines Projektkonsortiums bestehend u.a. aus dem Fährhafen Sassnitz, dem Hafen Trelleborg sowie der Scandlines Deutschland GmbH und Scandlines AB, bewilligt. Damit ist der Hafen auf Rügen erster und bisher einziger deutscher Standort, der in das EU-Förderprogramm aufgenommen wurde.

Die EU stellte in 2008 insgesamt 20 Mio. Euro für „Motorways of the Sea“ Projekte zur Verfügung. Auf das Deutsch-Schwedische Projektkonsortium sollen entsprechend einer Empfehlung der Europäischen Kommission 10,2 Mio. Euro an Fördermitteln entfallen. Ziel des Projektes ist die Verlagerung von Verkehren von der Straße hin zu Transporten per Schiff und Schiene. Die Verbindung Sassnitz-Trelleborg wurde unter anderem aufgrund der günstigen geographischen Lage der Partnerhäfen ausgewählt. Es handelt sich bei der sogenannten Königslinie, die in diesem Jahr ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, um die kürzeste Seeverbindung zwischen Deutschland und Schweden.

Der Fährhafen Sassnitz beabsichtigt im Rahmen des „Motorways of the Sea Projekts“ unter anderem die Anpassung der Hafeninfrastruktur, die Neuanschaffung technischen Equipments sowie die Entwicklung und Integration eines Hafeninformationssystems. Durch diese Verbesserung der Hafeninfra- und -suprastruktur sowie die intermodale Ausrichtung des Projektvorhabens wird es nach Überzeugung der Projektpartner gelingen, dem in mehreren Studien prognostizierten mittel- und langfristigen Anstieg des Verkehrsaufkommens gerecht zu werden und einen Beitrag zur Verlagerung von Verkehren von der Straße auf die Verkehrsträger Schiff und Eisenbahn zu leisten.

Neben der Erreichung wichtiger verkehrs- und umweltpolitischer Zielsetzungen, verfolgen die Antragsteller mit dem MoS-Projekt das Ziel, ihre Position im europäischen Wettbewerb zu stärken.

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