Ostsee

Turm im Schlosspark Pansevitz begehbar

2 Jun , 2009  

Pansevitz. „Was für ein fantastischer Ausblick!“ Landrätin Kerstin Kassner geriet turmpansevitz_090601-010am Pfingstmontag im Schlosspark Pansevitz ins Schwärmen. Soeben hatte sie gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Schlosspark-Stiftung, Dr. Helmut Strasser, das Band durchschnitten, das die neu errichtete Treppe in der Turmruine freigab. Danach ging es 70 Stufen hinauf zur Spitze. Von oben, aus siebzehn Metern Höhe, erschloss sich nun freie Sicht. Über den 12,5 Hektar großen Schlosspark und darüber hinaus.

„Die Stiftung kümmert sich in vorbildlicher Weise um den Park. Was hier in den zurück liegenden Jahren geschaffen wurde, kann sich wirklich sehen lassen“, hob Kerstin Kassner anerkennend hervor.

In der Tat. Mit der Turmtreppe wurde ein weiterer Meilenstein in der jüngsten Geschichte des Schlossparks gesetzt. Begonnen hatte es mit der Entschlammung der Teiche und dem Fällen zahlreicher wild wuchender Bäume. Es folgte die Erstellung eines Trägermodells und eines Finanzierungskonzeptes durch die gemeinnützige Stiftung Schlosspark Pansevitz. Gleichzeitig wurde die Nutzung als Friedpark vorbereitet. Mittlerweile sind hier 250 Plätze vergeben, rund 100 Beerdigungen haben bereits stattgefunden.

Schritt für Schritt wird das wunderschöne Fleckchen Erde im Herzen von Deutschlands größter Insel hergerichtet. Immer mehr Besucher kommen hierher. Und haben nun mit dem begehbaren Turm einen neuen Platz zum Verweilen.

Wie die Landrätin dankte auch Dr. Helmut Strasser den Förderern des jüngsten Projekts im Schlosspark. „115.000 Euro wurden in die Sicherheit der Ruine und des Turms sowie den Einbau der Treppe investiert. 16 Tonnen Stahl sind verbaut worden. Dank der Gelder aus dem LEADER-Programm und der finanziellen Unterstützung seitens der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Stiftung Schlosspark Pansevitz und der Familie Graf Knyphausen wurde es möglich, das lange geplante Vorhaben zu realisieren“, berichtete Helmut Strasser. „Denkmalschutz- und Baubehörden standen hilfreich zur Seite und die ausführenden Rügener Unternehmen – die Baufirma Kracht aus Gingst und die Firma Metallbau Samtens – haben schnell und gut gearbeitet.“

Die ersten Besucher auf dem Turm waren sich einig: Die Mühe hat sich gelohnt. Mit der Begehung des Turms wird der Schlosspark Pansevitz um ein weiteres Stück aufgewertet. Und mit Sicherheit, so Dr. Strasser, ist es nicht die letzte Aktion im Park…


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