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Fischlandkeramik entsteht in Familientradition

23 Jul , 2009  

Althagen. Traditionelle Keramikkunst auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zieht immer mehr Urlauber in ihren KeramikBann: Im Dornenhaus, dem wohl ältesten Haus in Althagen, befindet sich die Keramikwerkstatt von Friedemann Löber, in der die Fischlandkeramik entsteht. Dabei handelt es sich um eine unverwechselbare blaugraue, seltener grüne, Gebrauchskeramik in aufwändiger Fayence-Ritztechnik mit Motiven, die die Halbinsel liefert: Fische, Libellen, Kraniche, Windflüchter oder Zeesboote. Jedes Stück ist ein Unikat, und viele haben inzwischen Sammlerwert.

Zu sehen und zu erwerben ist die Fischland-Keramik in einer Reihe von Ateliers und Werkstätten rund um Althagen, denn sie geht zurück auf eine Familientradition, die bis heute fortbesteht. Begründet 1956 vom Künstlerehepaar Frida und Wilhelm Löber in Althagen, wurde die Fischlandkeramik in den 60er-Jahren zur heute typischen Dekorkeramik. Seit 1966/67 führt Keramikermeister Friedemann Löber den Familienbetrieb weiter. Seine älteste Schwester Ella präzisierte das Dekor, und auch seine Tochter Henriette und seine Nichte Uta arbeiteten bereits bei ihm. Letztere hat heute ihre Werkstatt „Uta Löber Keramik“ im alten Haus ihrer Großeltern in Althagen eingerichtet. Ihre Tante Wilfriede Maaß hat ihre Keramikwerkstatt in Schlemmin im Recknitz-Trebeltal. Feine Teeservices und Essgeschirr aber auch Künstlerkeramik entstehen bei ihr mit dem Ginkgoblatt als Markenzeichen. Nur wenige Kilometer von Wilfriede Maaß entfernt, in Saal, arbeitet ihr Bruder Reinhard Löber mit seiner Frau Charis. Im Holzofen gebrannt mit Salzglasur und verschiedenen Dekoren stellen sie Gebrauchsgeschirr und Einzelstücke unterschiedlicher Farbschattierungen her.

Übrigens: Im Galeriebereich des Dornenhauses werden ganzjährig Ausstellungen meist zeitgenössischer Künstler präsentiert, ergänzt von Lesungen und Konzerten.


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