Hansestädte

OZEANEUM ist Norddeutschlands Besuchermagnet

6 Jul , 2009  

Stralsund. Das Deutsche Meeresmuseum zieht eine durchweg positive Bilanz für riesenseinen jüngsten Standort: Das OZEANEUM auf der Hafeninsel der Hanse- und Welterbestadt Stralsund zählte in den ersten zwölf Monaten deutlich über 900.000 Besucher. Am 1. Juli 2008 eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel den Neubau von Behnisch Architekten. Die Ausstellungen und Aquarien beschreiben eine Unterwasserreise durch die nördlichen Meere.

Beim heutigen Pressegespräch dankte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke vor allem den Zuwendungsgebern aus Bund, Land und der Stadt sowie den Sponsoren. Benke verwies auf die vielen Neuerungen, die gleich im ersten Jahr seit der Eröffnung umgesetzt werden konnten. Stark verbessert und freundlicher gestaltet sei das mit Mitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Vorpommern realisierte „Meer für Kinder“. Angesichts der guten Zahlen zeigte sich Benke sehr zuversichtlich, dass gemeinsam mit weiteren Sponsoren und Spendern die geplante Pinguin-Anlage im nächsten Jahr fertig gestellt werden kann. Die gemeinsam mit Greenpeace entwickelte Ausstellung 1:1 Riesen der Meere erhielt in diesem Jahr eine neue Multimediainszenierung, die ersten Befragungen zufolge sehr gut angenommen wurde. Die Ergebnisse einer umfangreichen Befragung der Besucher in der Ostsee-Ausstellung werden derzeit umgesetzt. Diese Ausstellung wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt umgesetzt. Neben neuen Exponaten vom Finnwalherz bis hin zur neuen Vitrine zur Archäologie auf der Hafeninsel, verzeichneten besonders die Aquarien zahlreiche Neuzugänge, darunter mehrere tausend Heringe. In den letzten Wochen sind Tiertransporte aus Schweden und von der portugiesischen Atlantikküste eingetroffen. Die Reise gut überstanden haben zwei Mondfische, die bereits in das 2,6 Mio. Liter fassende Schwarmfischbecken einziehen konnten. Das OZEANEUM ist das erste Aquarium in Deutschland, welches diesen Publikumsliebling zeigt.

Dr. Benke dankte den Mitarbeitern, die teilweise seit zehn Jahren mit der Arbeit am OZEANEUM befasst sind ebenso wie den über 50 neuen Kollegen, die mit ihrem Einsatz u.a. die sehr besucherfreundlichen Öffnungszeiten ermöglichen. Das OZEANEUM ist täglich geöffnet und während der Sommermonate schließt das Haus erst um 21 Uhr. Dank seiner guten Servicequalität wurde das OZEANEUM kürzlich im Rahmen des Qualitätsmanagements des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern als familienfreundliches Reiseziel zertifiziert.

Das OZEANEUM als gemeinnützige Bildungseinrichtung, die ihren gesamten Betrieb durch eigene Einnahmen tragen muss, sieht ihre größte Herausforderung für die kommenden Jahre darin, die Besuchszahlen zu verstetigen. Kalkuliert wird mit 550.000 Besuchern jährlich. Wurde das Marketingkonzept Ende 2008 bereits mit dem Titel „Trendmarke des Jahres“ bedacht, stehen der weitere Ausbau der Vertriebskooperationen, die Gewinnung internationaler Gäste u.a. aus Polen sowie die Forcierung einer Dachmarkenstrategie mit dem Deutschen Meeresmuseum auf der Tagesordnung. Die Schul- und Bildungsprogramme haben das OZEANEUM bereits als außerschulischen Lernort bekannt gemacht. Eine Einbeziehung in die Lehrpläne wird angestrebt. Mit den Partnern Müritzeum, Nationalparkzentrum Königsstuhl und Zoo Rostock wurde ein Vermarktungsnetzwerk gestartet. Neue Zielgruppen werden mit kulturellen Veranstaltungen gewonnen. So werde die Reihe „Kultur und Meer“ mit dem Theater Vorpommern fortgeführt.

Der Bereich Tagungen und Kongresse sei ebenfalls hervorragend angelaufen. Wie gewünscht entwickle sich das OZEANEUM zu einer Plattform für den fachlichen Austausch. Zu den Höhepunkten bisher zählten die Konferenz der Kultusminister, das Tourismusbarometer, die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes und die Tagung re:connect der dänischen Botschaft. Dr. Benke freut sich bereits auf die Jahrestagung der europäischen Walforscher, die im März 2010 unter Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Merkel im OZEANEUM und im MEERESMUSEUM stattfindet.

Übernachtungsgewerbe, Gastronomie und Einzelhandel in Stralsund verzeichneten dank der zusätzlichen Nachfrage hohe Zuwächse. Mit bis zu 40% Übernachtungsplus in der Nebensaison konnten gerade die Hotels in Stralsund profitieren. Für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern konnte das OZEANEUM die Erwartungen erfüllen.

Mit Blick auf den guten Start legte Dr. Benke allen Einheimischen und Urlaubern das abwechslungsreiche Festprogramm ans Herz. Insbesondere die lange OZEANEUMs-Nacht mit Tanz unter den Walen am 11. Juli solle man sich nicht entgehen lassen. (Infos unter: www.ozeaneum.de)


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