Urlaub

Sechs sommerliche Kanu-Tipps für Mecklenburg-Vorpommern

23 Jul , 2009  

Rostock. Sommerzeit ist Kanuzeit. Ob auf der Peene oder der Warnow, auf der Müritz oder dem Schweriner See, 626Mecklenburg-Vorpommern strotzt vor Wasserrevieren, die sich mit dem Paddelboot entdecken lassen. Insgesamt stehen Urlaubern für das Paddelvergnügen etwa 2.000 Seen, 18.000 Kilometer Fließgewässer sowie die 1.900 Kilometer lange Küstenlinie zur Verfügung. Hier können sie sich im Takt der Natur per Doppel- oder Stechpaddel fortbewegen. Die Angebote sind so vielfältig wie die Wasserreviere selbst. Da locken Vollmondserenaden Leseratten und Liebende, Insel-Touren Entdecker und ein 1000-Seen-Marathon Sportbegeisterte an.

Hier eine Auswahl:

Für Einsteiger: Kanu-Kurs bei Biber-Tours
Vom Kanukurs bis zum 1000-Seen-Marathon: Wie aus Landratten Wasserratten werden, die sich sicher im Kanu oder Kajak fortbewegen können, zeigt Janek Röpcke von der Firma Biber-Tours in der Mecklenburgischen Seenplatte. Ob Schnupperkurs, Wochenend- oder Fünf-Tages-Kurs – der Rennkanute und Wildwasserexperte vermittelt praktische Inhalte, Tipps und Tricks und gibt auch Hilfestellung bei Kanu-Kaufwünschen. Daneben führt er in die Grundschläge der flachen Paddeltechniken ein, erklärt das Retten und Bergen im Notfall sowie die Orientierung auf dem Wasser mittels Karte, Kompass oder GPS. Die Unterbringung während des Kurses erfolgt auf dem Camp direkt am Wasser. Der Schnuppertag ist für Erwachsene für 75 Euro buchbar, das Wochenende für 139 Euro. Es beinhaltet die Unterbringung in Zelten mit Feldbetten, die Vollverpflegung bestehend aus Frühstück, Lunchpaket, Kaffee und Keksen sowie das Abendbrot, das gemeinsam im Camp zubereitet wird. Außerdem werden die Kanus gestellt.

Wer Lust am Paddeln gefunden hat und sich gleich mal im Wettkampf beweisen möchte, der nimmt vom 25. bis 27. September am 1000-Seen-Marathon teil. Gepaddelt werden verschiedenste Strecken, abgefangen bei der Halbmarathon-Distanz über die Marathon-Distanz bis hin zur Streckenlänge von 62 Kilometern.
Weitere Informationen unter www.biber-tours.de

Für Fortgeschrittene: Die Wildwasserstrecke auf der Warnow
Auf halber Strecke zwischen Rostock und Schwerin in der Nähe von Sternberg befindet sich das Naturdorf Eickhof, in dem Gäste unter anderem im Heuhotel schlafen können. Das Naturdorf ist ein idealer Anlaufpunkt für eine Kanu-Tour auf der Warnow, die in diesem Abschnitt Wildwassercharakter zeigt. „Hier herrschen Fließgeschwindigkeiten zwischen zehn und zwölf Kilometern pro Stunde, während es sonst etwa fünf sind“, so Mario Schulz, Betreiber des Naturdorfes. Kleine Stromschnellen gäbe es ebenfalls. Einsetzen können die Paddler in Weitendorf. Bis zum Naturdorf sind es 17 Kilometer. Die Strecke führt durch das Warnowdurchbruchstal, durch Buchenwälder und offene Wiesen. Mit etwas Glück sehen die Wasserwanderer Biber, Eisvögel, Otter oder Seeadler, die hier ihr Zuhause haben. Der Tag kann mit einer Übernachtung im Heu ausklingen.
Weitere Informationen unter: www.naturdorf-eickhof.de

Für Romantiker: Vollmondserenade bei Kerzenschein
In jeder sommerlichen Vollmondnacht paddelt Conny Weiß, die Chefin der Gutshotels Groß Breesen, dem ersten Bücherhotel Deutschlands in der Mecklenburgischen Schweiz, mit ihren Gästen auf den See und liest aus Texten der Weltliteratur vor. Der nächste Vollmondausflug mit dem Kanu ist für den 6. August geplant. Unter dem Thema „Short Stories“ geht es ab 20.30 Uhr auf den Krakower See. Begleitet wird die Lesung auf dem Wasser von Geigen- und Gitarrenklängen.
Weitere Informationen unter www.gutshotel.de

Für Flachwasserpaddler: Kajakrevier Fischland-Darß-Zingst
Wenn Kajak, dann unbedingt auch Fischland-Darß-Zingst. Die Halbinsel punktet in vielerlei Hinsicht als ideales Kajakrevier. Zum einen bietet der die Halbinsel umgebene Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft einen unvergleichlichen Naturreichtum, zum anderen hält er abwechlunsgreiche Bodden- und Küstenreviere bereit, die sich sowohl für geübte Paddler als auch für Einsteiger anbieten. Die Boddengewässer mit den hügelförmigen Erhebungen, Bülten genannt, sind manchmal so flach, dass man zum Fotografieren auch aus dem Kajak steigen kann. Der Kajakspezialist „darßtour“ in Prerow kennt die Reviere mit ihren geheimen Plätzen, malerischen Schilfinseln und seltenen Tieren und bietet geführte Touren an. Und wer den Dreh mit den Doppelpaddeln raus hat, für den ist ein Abstecher zur Ostseeinsel Hiddensee genau das Richtige. Ab dem Hafen von Barhöft, wo zur Stärkung noch schnell ein frisch geräucherter Dorsch genossen werden kann, geht es vorbei an den östlichsten kleinen Inseln von Fischland-Darß-Zingst und der Insel Bock durchs Fahrwasser nach Hiddensee. An der Westküste wird der Anker geworfen. Ob Vitte, Kloster oder Neuendorf, jeder der beschaulichen Inselorte hat seinen ganz eigenen Charme.
Weitere Informationen unter www.darsstour.de

Für Genießer: Acht Tage Paddeln auf der Peene
Abenteuer Flusslandschaft: Die Kanustation Anklam lockt Gäste in das letzte unverbaute Flusstal Westeuropas – die Peene. Zwischen Kummerower See und Insel Usedom windet sich der Fluss, der auch „Amazonas des Nordens“ genannt wird, auf etwa 90 Kilometern durch eine abwechslungsreiche Naturlandschaft. Unterwegs erzählen Reste slawischer Burgen, Wikingersiedlungen sowie Dorfkirchen und Klosterruinen von der wechselvollen Geschichte der Peene. Das Besondere: Schleusen und Stromschnellen gibt es hier nicht, sodass Touren auf der Peene sich besonders für Genießer eignen. Die Kanustation Anklam hat eine achttägige Route ausgearbeitet, auf der Urlauber den Fluss entdecken können. Die Gäste paddeln nach einem gemeinsamen Abendessen mit den Inhabern der Kanustation eigenständig los. Die Tagesetappen sind zwischen acht und 19 Kilometern lang. Die Übernachtung kann im Zelt oder in Hotels und Pensionen erfolgen – die Paddler haben die Wahl. Für die Zeltvariante zahlen Erwachsene 290 Euro, Kinder 165 Euro Euro. Das zweite Kind paddelt bei zwei erwachsenen Teilnehmern kostenlos mit. Die Kanadier, die wasserdichte Packtonne, das Zelt, die Kochausrüstung sowie der Wasserwanderatlas werden gestellt. Daneben ist der Rücktransport etwa bei Regen im Preis enthalten.
Weitere Informationen: www.kanustation-anklam.de

Für Inselliebhaber: Im Seekajak um Rügen
Nur mit Isomatte und Schafsack bewaffnet, können Inselliebhaber zur 15-tägigen geführten Rügenumrundung des Spezialreiseveranstalters „Seekajakreisen Thomas Troja“ starten. Ausgangs- und Endpunkt der Inselumrundung ist die Hansestadt Stralsund, wo die Route bei einem gemeinsamen Abendessen besprochen wird. Dann folgt das Sicherheitstraining, da die Strecke zum Teil auf offener See verläuft. Die Tagesetappen sind zwischen acht und 15 Kilometern lang und so geplant, dass zwischendurch oder danach genügend Zeit bleibt, das Hinterland von Deutschlands größter Ferieninsel zu erkunden. Stationen der Tour sind die Insel Hiddensee, das Kap Arkona, die Halbinsel Wittow sowie die Kreidefelsen. „Paddler dürfen sich auf eine Tour freuen, auf der sich Salzwiesen mit Sandhaken, die Boddengewässer mit offener See und Fischerdörfer mit Kreidefelsen abwechseln“, so der Veranstalter Thomas Trojan. Übernachtet wird auf Campingplatzen direkt am Ufer oder in Ufernähe. Die Rügenumrundung ist für 1.699 Euro pro Person buchbar.
Weitere Informationen unter www.seekajakreisen.de


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