Hansestädte

Fledermäuse im MEERESMUSEUM

7 Aug , 2009  

Stralsund. Eines gleich vorweg: sie hängen nicht kopfüber vom gotischen Deckengewölbe im Katharinenkloster. Es muss also kein Museumsbesucher befürchten, dass ihm beim Gang durch das MEERESMUSEUM irgendjemand um die Ohren fliegt. Allerdings gibt es tatsächlich neue Bewohner im Meeresaquarium und zwar zwei Rotbauch-Seefledermäuse. Die beiden „Zugereisten“ haben Becken 28 des tropischen Aquariums bezogen, nachdem sie im Quarantäne-Bereich die Eingewöhnungsphase erfolgreich gemeistert haben.

Aquarienmitarbeiterin Sigrid Wewezer freut sich sehr über die kerngesunden Neuzugänge, sind diese Fische doch relativ selten in Aquarien zu sehen. Besonders charakteristisch sind die vielen „Körperanhängsel“, so dass die Tiere schon etwas urtümlich anmuten. Die Rotbauch-Seefledermaus ist eigentlich in der Karibik heimisch und wird bis zu 38 cm groß. Sie gehört zu den so genannten Armflossern, da ihre Brustflossen gliedmaßenartig umgebildet sind und sie quasi auf ihnen laufen. Der Körper ist abgeplattet und von der Rückenflosse existiert nur noch der erste Strahl, der sich zu einer Art Angel entwickelt hat. Seefledermäuse besitzen außerdem ein besonderes Maul, das sie vorstülpen können, um verschiedenes tierisches Futter zu fressen, wie kleine Krebse und Fische. Mit etwas Glück kann man diesen kuriosen Vorgang bei einer Fütterung beobachten, da die Tiere schnell zahm werden und den Tierpflegern aus der Hand fressen.

Täglich von 10 bis 18 Uhr sind die „Unterwasser-Fledermäuse“ und viele andere tropische Aquarienbewohner im Stralsunder MEERESMUSEUM zu beobachten.


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