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Ostseeanrainerstaaten erarbeiten Zukunftsstrategien auf Usedom

7 Aug , 2009  

Usedom. Vertreter von Tourismusorganisationen aus sieben Ostseeanrainerstaaten beraten bei einem Workshop auf Usedom vom 9. bis 12. August 2009 über Möglichkeiten der touristischen Zusammenarbeit in der Ostseeregion. Auf Initiative des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern treffen sich die Vertreter der Destinationen, um Strategien für eine Kooperation der Ostseeländer auszuloten und damit gleichzeitig das 2. Ostsee-Tourismus-Forum am 24. und 25. September im litauischen Vilnius vorzubereiten. Ziel des Workshops in Bansin ist es, konkrete Felder und Aktivitäten für gemeinsames Marketing zu bestimmen. „Langfristig wollen wir die Ostsee international als starke touristische Marke positionieren. Der Bekanntheitsgrad kann aber nur gesteigert werden, wenn wir in Form von dauerhaften und grenzübergreifenden Projekten gemeinsam agieren“, so Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Während des Workshops werden die Teilnehmer Projektideen erarbeiten, um einer gemeinsamen Erschließung der Märkte und damit einer gemeinsamen Vermarktung der Region ein Stück näher zu kommen. Denkbar sind beispielsweise längerfristige Kooperationen in den Bereichen Jugend-, Kreuzfahrt- oder Wassertourismus – etwa in Form einer stärkeren Vernetzung im Internet -, gemeinsame Präsentationen und kollektive Messeauftritte.

Auf dem Programm steht darüber hinaus die Vorstellung eines Aktionsplanes zum Strategiepapier der Europäischen Union durch Dirk Frassmann, Leiter des Referates für europäische Angelegenheiten in der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern. Der Plan bestimmt mögliche Beteiligungsfelder und Herangehensweisen Mecklenburg-Vorpommerns hinsichtlich der touristischen Entwicklung der Ostseeregion. Anschließend werden die Teilnehmer die touristischen Strukturen ihres Herkunftslandes vorstellen und vor diesem Hintergrund konkrete Projektideen erarbeiten.

„Internationale Kooperationen gewinnen an Kraft, das zeigen unter anderem Zusammenschlüsse wie die Mittelmeer-Union oder die Organization of the Black Sea Economical Cooperation. Das gilt ebenso für die Zusammenarbeit im Ostseeraum“, sagte Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern.

Hintergrund:
Beim 1. Ostsee-Tourismus-Forum am 2. Oktober 2008 hatten rund 40 Vertreter der Tourismusorganisationen der Ostseeländer über gemeinsame Vermarktungsstrategien beraten. Mecklenburg-Vorpommern stellte dabei zusammen mit den norddeutschen Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein mehrere Ansätze für gemeinsames Handeln vor. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der Ankünfte von Touristen im Ostseeraum auf aktuell rund 100 Millionen pro Jahr fast verdreifacht. Wissenschaftlern zufolge kann der Tourismus im Ostseeraum langfristig jedoch nur durch Orientierung auf internationale Märkte und ein dementsprechend koordiniertes Marketing weiter wachsen.

Weitere Informationen: www.balticseatourism.net


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