Hansestädte

15. Januar: Die Buchholzorgel in St. Nikolai in Stralsund

14 Jan , 2010  

Stralsund. Ein historisches Instrument von herausragendem Denkmalswert finden Besucher mit der Buchholzorgel in St. Nikolai in Stralsund. Von 1839 bis 1841 wurde sie vom Berliner Orgelbauer Carl August Buchholz (1796-1884) mit 56 Registern auf drei Manualen und mit Pedal fertiggestellt. Durch bauliche Veränderungen, die Elektrifizierung und nicht zuletzt durch einen Bombenangriff 1944 und dadurch hereinlaufendes Regenwasser wurde die Orgel erheblich beschädigt. In den Jahren 2003 bis 2006 wurde sie mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vollständig durch die Bonner Orgelbauwerkstadt Johannes Klais und den Dresdener Kristian Wegscheider restauriert. Die Wiederherstellung des Orgelgehäuses lag in den Händen des Stralsunder Restaurators Wolf-Dieter Thormeyer. Ziel der Restaurierung war die vollständige Rekonstruktion des Zustandes der Orgel zum Zeitpunkt der Fertigstellung durch Buchholz im Jahre 1841. Neben der Buchholzorgel beherbergt die Kirche eine Schuke-Chororgel zwischen südlichem Seitenschiff und Chorumgang und eine Kleinorgel mit Elektromotor. Vom 2. Juni bis zum 23. September dieses Jahres finden immer mittwochs im Wechsel mit St. Marien Orgelkonzerte statt. Die Nikolaikirche ist im Winter täglich von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Ab Ostern hat sie längere Öffnungszeiten. Neben der Buchholzorgel gehören die Stellwagen-Orgel in St. Marien sowie die Mehmel-Orgel in St. Jacobi zum reichen Orgelschatz der Welterbestadt.


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