Ahrenshoop

Ahrenshoop ist  ein beliebtes Seebad und zugleich ein bekannter und lebendiger Künstlerort.

Das Seebad Ahrenshoop in der Region Fischland an der deutschen Ostseeküste der Mecklenburger Bucht liegt auf der Verbindung der Halbinsel Darß zum Festland. Ahrenshoop befindet sich an Ostsee- und Boddenküste (Saaler Bodden) und hat dadurch Wasser auf zwei Seiten.

Seine Bekanntheit verdankt der Ort seiner besonderen Landschaft und den einzigartigen Lichtverhältnissen, die seit über 100 Jahren Künstler zu ihrer kreativer Arbeit inspirieren.

Sehenswürdigkeiten

* Das jährlich am 3. Sonntag im Juli stattfindende Tonnenabschlagen des Tonnenbundes Ahrenshoop, Alt- und Nienhagen e.V.
* Rohrgedeckte Fachwerk-Höfe in der Hauptstraße, Am Strom und im Bernhard-Seitz-Weg (sogenanntes Dornenhaus)
* Kunstkaten: In regionaltypischer Bauweise, d.h. mit rohrgedecktem Dach 1909 errichtete Kunstgalerie
* Bunte Stube: Traditionsreiche Verkaufsstätte anspruchsvoller Ferien-Mitbringsel; 1929 von Walter Butzek im Bauhaus-Stil erbaut
* Schifferkirche von 1951, in eigenwilliger Gestaltung mit Tonnengewölbe aus Holz von Hardt-Waltherr Hämer errichtet, mit Innenausstattung von Doris Oberländer
* Künstler-Grabsteine auf dem Friedhof
* Das Hohe Ufer: Bis 18 m hohe Kliffranddüne, gebildet aus eiszeitlichen Sanden. Die starke Meeresbrandung der Ostsee hat zur Herausbildung des Kliffs geführt. Durch den stetigen Abtrag des alten Inselkerns des Fischlands bricht es besonders nach herbstlichen Stürmen immer wieder nach. Die Küstenlinie verlagert sich langsam nach Osten. In dem hohen Steilabbruch haben sich Uferschwalben eingenistet und Bruthöhlen gegraben. Vom Kliff aus ergibt sich bei guten Sichtverhältnissen eine Blickbeziehung zur dänischen Ostseeinsel Falster.
* Ahrenshooper Holz: Waldgebiet am nordöstlichen Ortsrand von Ahrenshoop mit altem Baumbestand aus Rotbuche und Eiche sowie ansehnlichen Stechpalmenbeständen. Seit 1958 ist der Wald Naturschutzgebiet.

Ende des 19. Jahrhunderts gründeten die Maler Paul Müller-Kaempff, Fritz Grebe, Thuro Balzer, Friedrich Wachenhusen, Oskar Frenzel und Theobald Schorn eine Künstlerkolonie und Malschule in Ahrenshoop. Zu der Kolonie gehörten auch Louis Douzette, Elisabeth von Eicken, Hugo Müller-Lefensdorf, Anna Gerresheim, Carl Rathjen, Doris am Ende, César Klein und Dora Koch-Stetter.

1911 verbrachten Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky, die der Neuen Künstlervereinigung München angehörten, ihre Ferien an der Ostsee.Sie wohnten im nahegelegenen Prerow in der ehemaligen „Villa Seestern“ in der Waldstraßeund besuchten nachweislich Ahrenshoop. Nur wenig entfernt hielt sich zur gleichen Zeit der Brücke-Maler Erich Heckel mit der Tänzerin Sidi Riha im „Landhaus Dorneneck“ in der Grünen Straße auf.

Von 1923 bis 1948 lebte hier der Kunstmaler Hans Brass. Er begründete mit Martha Wegscheider die „Bunte Stube“ und fungierte von 1927 bis 1930 als Amtsvorsteher sowie 1944 als Bürgermeister.

Von 1948 bis 1953 hatte der Rostocker Kunstmaler Rudolf Schmidt-Dethloff (1900–1971) sein Atelier in Ahrenshoop und gab dort auch Malunterricht. 

Im Ortsteil Niehagen, im Boddenweg 1, lebte und arbeitete der Bildhauer Gerhard Marcks in den 1930er Jahren. In den 1960er Jahren hat Edmund Kesting die Sommer in Ahrenshoop verbracht und gearbeitet.

Im Ortsteil Althagen lebte die Schriftstellerin Käthe Miethe, die eine der bekanntesten Autorinnen von Literatur über Darß und Fischland wurde. Die Ahrenshooper Bibliothek wurde 2007 nach ihr benannt.

Ahrenshoop ist durch seiner Mitgliedschaft in der Vereinigung der europäischen Künstlerkolonien EuroArt auf dem Weg zu einem europäischen Kulturort.