Heiligendamm

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Seebrücke Heiligendamm

Sehenswert ist der klassizistische Ortskern. Außerdem besitzt Heiligendamm eine 200 Meter weit auf die Ostsee führende Seebrücke.

Durch Heiligendamm fährt die Schmalspurbahn Bäderbahn Molli von Kühlungsborn nach Bad Doberan. Die Strecke zwischen Bad Doberan und Heiligendamm wurde 1886 gebaut.

Die Evangelische Waldkirche wurde nach der politischen Wende saniert, die Katholische Herz-Jesu-Kapelle befindet sich 2010 äußerlich und im Inneren noch im unsanierten Zustand. 2001 war sie durch Diebstahl ihres Kirchengestühls beraubt worden.

Seebrücke - Blick auf Heiligendamm

Heiligendamm ist das älteste Seebad Deutschlands. Es wurde im Jahre 1793 durch den mecklenburgischen Herzog Friedrich Franz I. gegründet. Im 19. und 20. Jahrhundert war das Bad stark vom europäischen Hochadel geprägt, auch die russische Zarenfamilie zählte zu den begeisterten Stammgästen.

Der Mecklenburgische Herzog Friedrich Franz ließ auf Anraten seines Rostocker Leibarztes Professor Samuel Gottlieb Vogel das erste deutsche Seebad nahe bei Doberan, seiner Sommerresidenz, errichten. Prof.Vogel wollte die „außer Zweifel gesetzte heilsame Wirkung des Badens im Seewasser in sehr vielen Schwachheiten und Kränklichkeiten des Körpers“ nutzen. Die sollte nun auch in Heiligendamm möglich sein. Heute erinnert ein Gedenkstein im Ort an den Gründer des Ostseebades. Die folgenden 80 Jahre blieb Heiligendamm unter fürstlicher Verwaltung.

Johann Christoph Heinrich von Seydewitz, Carl Theodor Severin und Georg Adolph Demmler schufen zwischen 1793 und 1870 ein klassizistisches imposantes Gesamtkunstwerk aus Logier-, Bade- und Gesellschaftshäusern. Dies brachte der Stadt den Beinamen „Weiße Stadt am Meer“ ein und begründete schon seit der Gründung ihren Ruf als das schönste Seebad Deutschlands. Die Inschrift HEIC TE LAETITIA INVITAT POST BALNEA SANUM (‚Frohsinn erwartet dich hier, entsteigst du gesundet dem Bade‘) am Giebel des von Baumeister Severin zwischen 1814 – 1816 errichteten Kurhauses wurde zum Leitspruch für das Leben im eleganten Badeort Heiligendamm.

Den Namen Heiligendamm erhielt der Ort aufgrund eines großen Steinwalls, bestehend aus durch die See bloßgelegtem Moränenschutt aus der Eiszeit. Einer Sage nach wurde der Steinwall durch Gebete von Zisterziensermönchen von der aufgepeitschten Ostsee aufgetürmt.