Halbinsel Mönchgut

Weil die Natur der Insel rügen so unverfälscht erhalten ist, ist es ein beliebtes Reiseziel. Einen feinsandigen ausgedehnten Ostseestrand, findet man auch anderswo – doch die typische Boddenlandschaft, wie sie insbesondere auf Mönchgut zu erleben ist, gibt es nur auf Rügen. Kein Wunder also, dass die Halbinsel Mönchgut im Südosten der Insel Rügen den größten Teil des Biosphärenreservates Südost-Rügen bildet. Hier hat sich über die Jahrtausende eine ganz besondere Landschaftsform entwickelt, die zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren Raum bietet.

Die Halbinsel selber besteht aus einer Gruppe von Inselkernen, die sich wie ein exotischer Archipel in die Bodden ausbreitet. Bis zu 66 Meter hoch sind die Erhebungen. Die Landzungen sind durch flache Nehrungen verbunden, die zum Beispiel bei Thiessow nur 130 Meter breit sind. Wohin auch immer man seinen Ausflug plant, sei es wandern oder mit dem Fahrrad über das gut ausgebaute Radwegenetz oder kleine wenig befahrene Dorfstraßen – ein Stückchen Wasser ist immer im Blick. Weil die Geschichte hier so viele spuren hinterlassen hat, gibt es besonders viele Museen. Insgesamt sieben davon an verschiedenen orten reichen vom klassischen Heimatmuseum, über das „Rookhus“, ein zuckerhutartiges Pfarrwitwenhaus, ein Schulmuseum bis zum Museumsschiff.

Die Halbinsel Mönchgut zählt aber auch zu den beliebtesten Zielorten von Ostseereisen, weil sie Jahrhunderte lang unabhängig vom Festland eine eigene Kultur herausgebildet hat und sich ihre Bewohner unter der Verwaltung der Mönche von Eldena selbstbewusst an ihren Eigenheiten festhielten. So wurde auch die Natur zu großen Teilen in ihrer Schönheit bewahrt – davon profitieren heute alle, die gerne aktiv in der Boddenlandschaft unterwegs sind. All die landschaftlichen Besonderheiten, die man an der Insel Rügen so liebt, finden sich auch auf  Mönchgut – wenngleich manchmal in kleinerem Maßstab. Vom Lobber Ort mit seinem 19 Meter hohen Kliff zieht sich der feine und über 4 km lange Ostseestrand bis nach Thiessow hin.