Vorpommern

Vorpommern wird vor allem durch seine lange Küste geprägt, die den größten Teil der Küste von Mecklenburg-Vorpommern einnimmt. Typisch ist eine ausgeprägte „Doppelküste“, bei der vorgelagerte Inseln sogenannte Bodden vom offenen Meer trennen, die in dieser Form eine einmalige Landschaft darstellen. Mit Rügen und Usedom gehören die beiden größten deutschen Inseln zu Vorpommern.

Größte Stadt in Vorpommern ist die einst zur Hansezeit mächtig gewesene Hansestadt Stralsund. Sie ist auch heute die wirtschaftlich bedeutendste Stadt. Geistiges und gerichtliches Oberzentrum ist wegen der vielen Landesgerichtsbarkeiten und der ansässigen alten Ernst-Moritz-Arndt-Universität die Hansestadt Greifswald, etwa 35 km von Stralsund entfernt.

Die Städte Stralsund und Greifswald bilden zusammen nach Rostock das nach Einwohnern zweitgrößte Oberzentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Außerdem hat das Gebiet die zweitgrößte Bevölkerungsdichte der vier Planungsregionen des Landes.

In Vorpommern liegen zwei Nationalparks:

  • Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
  • Nationalpark Jasmund

Eine weitere Region in Vorpommern mit weitreichendem Naturschutz ist das Peenetal.

 

Das Kranich-Informationszentrum im vorpommerschen Groß Mohrdorf meldet die Rückkehr der Kraniche – ein untrügliches Zeichen für den Frühlingsbeginn. Etwa 80.000 “Vögel der Glücks” werden in den kommenden Tagen auf den Rastplätzen der Rügen-Bock-Region, einer der wichtigsten Kranichrastplätze auf dem europäischen Festland, erwartet. Sie kommen aus ihren Überwinterungsgebieten in Spanien und Frankreich und landen in Mecklenburg-Vorpommern zwischen, um anschließend ihre Brutplätze in Skandinavien aufzusuchen. In der Vogelschar befinden sich auch 200 heimische Brutpaare, die ihren Nachwuchs in Vorpommern zu Welt bringen. “Nun beginnt ist die Zeit des Kranichtanzes, ein Ausdruck innerer Erregung während der Paarungszeit”, sagte Dr. Günter Nowald vom Kranich-Informationszentrum. Die unterschiedlichen Tanzfiguren sind geprägt durch Sprünge, Flügelschlagen oder Zickzackläufe. Dabei werden auch Pflanzenteile und Steine in die Luft geworfen. Die eigentliche Balz findet in der Nähe des Brutplatzes statt und dient der Einstimmung der Partner aufeinander und zur Vorbereitung der Paarung. Das Kranich-Informationszentrum vermittelt Einblicke in den “Tanz der Kraniche”. Ein guter Beobachtungspunkt beispielweise ist das vier Kilometer entfernte Günz. Von dort aus haben Besucher eine gute Sicht auf das Naturspektakel. “Bevor sich die Gäste den Kranichen nähern, ist ein Besuch des Informationszentrums ratsam, da hier nicht nur über Besonderheiten bei der Kranichbeobachtung informiert wird, sondern auch wichtige Hintergrundinformationen über das Rast- und Brutverhalten sowie den Kranichzug gegeben werden”, ergänzt Nowald.