Das Schiff Pippilotta

Segelschiffe gibt es viele auf der Ostsee, doch nur wenige Schiffe sind so erwähnenswert wie das Schiff Pippilotta, welches zurzeit in Kappeln (Schleswig Holstein) seinen Heimathafen hat. Das Schiff hatte im Jahr 1933 seinen Stapellauf und hat seitdem schon häufig die Weltmeere durchquert. Im Jahr 1990 wurde das Schiff dann komplett restauriert und zu einem 3-Master umgebaut. Mit dem Umbau kam auch die Umbenennung des Schiffes, in den Namen Pippilotta. Der Name ist von der berühmten Kinderbuchfigur Pipi Langstrumpf abgeleitet und lässt schon auf die Zielgruppe der Schiffsbesucher schließen.

Denn das Schiff Pippilotta richtet sich vor allem an abenteuerlustige Jugendliche, die schon immer mal Ihren Urlaub auf der Ostsee verbringen wollten. Das Schiff hat 6 Kammern, mit insgesamt 36 Kojen. Durch diesen recht engen Raum, kommen die Jugendlichen in eine ganz neue Lebenssituation und müssen lernen, auf einander Rücksicht zu nehmen. Dies fördert den Zusammenhalt der Gruppe und baut schnell Hemmschwellen ab. Zusätzlich werden fast alle Aktivitäten auf dem Schiff im Verband der Gruppe gemacht. Egal ob kochen oder segeln, jeder Passagier wird in die alltäglichen Arbeiten des Schiffes eingewiesen und trägt seinen Teil dazu bei, dass das Schiff in See stechen kann.

Eine Besonderheit auf dem Segelschiff Pippilotta ist, dass die Bordsprache Englisch ist. Auf diese Art und Weise wird den Jugendlichen nicht nur Wissen übers Segeln, sondern auch Englischkenntnisse vermittelt. Der Schwerpunkt beim Lernen liegt vor allem auf dem Dialog, wodurch besonders Vokabeln des täglichen Sprachgebrauchs gelernt werden. Die Sprachreisen auf dem Schiff Pippilotta sind ein totaler Kontrast zum klassischen Englischunterricht und wecken dadurch häufig das Interesse von Jugendlichen, die sich vorher nie wirklich für Englisch begeistern konnten. Die lockere Art mit der Sprache umzugehen, hilft vielen Teilnehmern dabei Sprachhemmungen abzulegen und einfach drauf los zureden. Für den Fall, dass etwas unklar ist oder man etwas Wichtiges zu besprechen hat, können die Betreuer natürlich auch Deutsch sprechen.